Kampagne “Danke, Freihandel”
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Neuer Vertriebsmitarbeiter für Frankreich
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Knapp 5 Jahre nach meinem Backpacking-Erlebnis in Neuseeland hatte ich erneut das Verlangen, mich mit dem Rucksack auf den Weg in ein fremdes Land zu machen, um dort neue Kulturen und Menschen kennenzulernen. Nach etwas Vorbereitung und den nötigen Impfungen begann meine Reise am 30.12.2018 am Flughafen Zürich, sodass ich pünktlich am Silvestermorgen in Singapur ankam. Bereits bei der Ankunft am Flughafen und während der Taxifahrt zum Hostel wurde schnell deutlich, wie gepflegt und geordnet das Leben in dieser Millionenstadt verläuft, was mich auch in den folgenden Tagen aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen ließ. Nach Erledigung einiger organisatorischer Dinge, besuchte ich zuerst das Wahrzeichen der Stadt im Merlion-Park und suchte mir anschließend eine geeignete Örtlichkeit für das Highlight am Abend – den Jahreswechsel. Dieser fand bereits 7 Stunden eher als in der Heimat statt und das Gebotene wurde seinem Ruf als eines der spektakulärsten Feuerwerke der Welt mehr als gerecht. Für mich persönlich war diese Nacht eines der Highlights meiner Reise. Den darauffolgenden Neujahrstag verbrachte ich vormittags mit Shopping in der dafür bekannten Orchard Road und nachmittags im Garden by the Bay. Der dortige Cloud Forest und Flower Dome ermöglichte einen spontanen Ausflug in die Natur, bevor mich die Lichtshow der künstlichen Supertrees wieder in die Moderne dieser Megastadt zurückholte. Den Mittwoch verbrachte ich auf der vor Singapur gelegenen Insel Sentosa, auf welcher man sich an karibikähnlichen Stränden aus dem Trubel der Stadt zurückziehen kann. Zum Abendessen machte ich mich von dort aus auf den Weg nach Chinatown, wo ich in einer der großen Esshallen das bekannte Chicken Rice kostete. Den imposanten Anblick der beleuchteten Wahrzeichen, als auch die Geschichte der Stadt konnte ich im Anschluss bei einer abendlichen Bootsfahrt auf dem Singapur River genießen. Tierisch weiter ging es an meinem vorerst letzten Tag in Singapur mit einem Besuch im berühmten Zoo, in welchem man den Tieren durch deren Freigehege unglaublich nahekommt. Da das Beste bekanntlich zum Schluss kommt, habe ich mir den Besuch auf dem Marina Bay Sands Hotel als krönenden Abschluss aufgehoben. Von hier aus hatte ich einen Rundumblick auf den Großraum der Stadt mit all seinen Wahrzeichen, bis weit auf die Straße von Singapur hinaus, auf welcher unzählige Schiffe und Frachter einliefen. Der Ausblick auf die faszinierende Skyline fesselte mich so sehr, dass ich den gesamten Abend hier oben verweilte und den Untergang der Sonne genießen konnte.

Der angekündigte Tropensturm „Pabuk“, dessen Ankunft in Thailand für Freitag prognostiziert wurde, machte meine Weitereise nach Phuket am nächsten Morgen wortwörtlich zu einem Flug ins Ungewisse. Nichtsdestotrotz wollte ich mir die Vorfreude auf Thailand nicht nehmen lassen und das Flair dieses Landes vom ersten Tag an unbeschwert auf mich wirken lassen. So begab ich mich vom Flughafen aus mit dem Minibus nach Patong, einem Ort an der Westküste von Phuket, welcher für lange Partynächte in der Bangla Road berühmt-berüchtigt ist. Den darauffolgenden Tag nutzte ich für einen Tagesausflug zum Big Buddha und Cha Walong Tempel, sowie einer aufregenden Quad-Tour durch den Dschungel. Am Sonntag begab ich mich mit dem Taxi nach Phuket Town, was ich jedoch nur als Zwischenstation für Einkäufe, Laundry und einen Besuch des bekannten Nachtmarkts nutzte. Auf diesem konnte ich zahlreiche thailändische Spezialitäten und leckeres Streetfood ausprobieren.

Per Minibus und Fähre gelangte ich dann zu meinem nächsten Ziel, der Inselgruppe Koh Phi Phi. Die verhältnismäßig kleine Hauptinsel Koh Phi Phi Don hat durch Ihre zahlreichen Bars und ausgelassenen Strand- und Poolpartys ihren ganz eigenen Charme. Tagsüber begeisterten die traumhaften Strände wie der Long Beach oder auch der Ausflug mit dem Longtailboot zur Nachbarinsel Koh Phi Phi Leh, die mit ihren katalogartigen Buchten auch die Filmkulisse für den Hollywood-Streifen „The Beach“ stellte. In der Nacht verwandelte sich der Strand auf Koh Phi Phi Don in eine gelassene Feiermeile, auf der man bis in die frühen Morgenstunden die ausgelassene Stimmung der Beachpartys genießen konnte. Auch auf den Dächern der zahlreichen Rooftop-Bars konnte man die Abende entspannt ausklingen lassen oder in diversen Fighthalls gespannt einen richtigen Muay-Thai-Kampf verfolgen. Da sich in dieser Zeit eine solch tolle Clique gebildet hatte, verlängerte ich meinen Aufenthalt nochmals um zwei weitere Tage, bevor ich dann meine Weiterreise nach Koh Lanta antrat.

Dort angekommen wurde schnell ersichtlich, dass man hier noch das echte Thailand erleben kann, fern ab vom Massentourismus. Mein dortiges Hostel, welches als gemütliches Bungalow-Dorf im Grünen gestaltet war, lag direkt am kilometerlangen, menschenleeren Strand und ließ keine Wünsche offen. Von dort aus startete ich am Folgetag mit dem Speedboot meinen Schnorcheltrip zu den kleinen Inseln Koh Rock und Koh Haa, welche mit ihrem glasklaren Wasser zu den berühmtesten Tauchspots gehören. Unter der Wasseroberfläche erstreckten sich unglaubliche Riffe mit Clownfischen, Seeigeln und knallbunten Korallen, was diesen Ausflug zu einem der schönsten Erlebnisse meiner Reise machte. Das BBQ auf Koh Rock und die vom Sonnenuntergang begleitet Heimfahrt auf dem Bug des Speedbootes ließen diesen Tag perfekt ausklingen. Am nächsten Tag erschienen dann alte Gesichter aus Koh Phi Phi im Hostel, sodass wir uns gleich einen Motoroller mieteten und die Insel auf eigene Faust erkundeten. Dabei besuchten wir das Lanta Animal Welfare und bereiteten den dort aufgenommenen Straßenhunden und -katzen eine Freude mit unserem Besuch. Stärkung holten wir uns beim Mittagessen in einer komplett aus Schwemmholz gebauten Strandbar am Nuy Beach, bevor wir uns in den Dschungel zum Klong Jark Wasserfall begaben. Nach einer Abkühlung unter dem Wasserfall fuhren wir weiter auf die andere Seite der Insel, wo wir im Viewpoint Restaurant den Sonnenuntergang bei einem leckeren Abendessen genießen konnten.

Den Donnerstag nutzte ich für die Weitereise mit dem Minivan über das Festland nach Ao Nang in der Region Krabi. Dort konnte ich am nächsten Tag einen tollen Tagesausflug zu den Hot Springs, dem Emerald Pool und dem Tiger Cave Tempel unternehmen. So konnte ich mich vormittags in den warmen Naturpools entspannen, bevor es mittags dann die 1260 Stufen zum Tiger Cave Tempel zu erklimmen galt. Dennoch hat sich dieser schweißtreibende Aufstieg gelohnt, denn die Rundumsicht in die unbegrenzte Ferne und der riesige goldene Buddha waren sehr beeindruckend. Auch der nächste Tag hatte ein Highlight dieser Reise für mich parat. Früh morgens machte ich mich auf den Weg zum Elephant Sanctuary Krabi, einer Auffangstation für Elefanten, die in ihrem bisherigen Leben hart arbeiten mussten oder gequält wurden. So hatte ich beim Füttern mit Bananen und selbsthergestellter Medizin, sowie beim Schlammbaden und der anschließenden Reinigung im Wasserbecken hautnahen Kontakt mit diesen tollen Tieren.

Am 20.01. begab ich mich dann mit dem Minivan und der Fähre weiter nach Koh Phangan, um dort mit meiner Koh Phi Phi-Clique an der weltbekannten Fullmoon Party teilzunehmen. So feierten wir im hellen Mondschein mit rund 30.000 Menschen am Haad Rin Nok Beach die Nacht hindurch. In den darauffolgenden Tagen genossen wir den InfinityPool unseres Hotels und erkundeten den kilometerlangen Strand zu Fuß, bevor sich am Mittwoch unsere Wege wieder trennten.

Ich setzte mit der Fähre über nach Koh Samui, wo ich meine letzten beiden Tage in Thailand entspannt ausklingen ließ und auf dem Markt noch die letzten Mitbringsel kaufen konnte. Um den langen Weg zum Flughafen übers Wasser und Land zu umgehen, flog ich am Freitagmorgen von Koh Samui direkt zum Flughafen Phuket. Von dort aus ging es wieder zurück nach Singapur, von wo aus ich meinen Rückflug nach Zürich antrat. So erreichte ich am 26.01 nach rund vier Wochen mit vielen neuen Erfahrungen und Bekanntschaften wieder meine Heimat, in der ich herzlich empfangen wurde. Zurückblickend war auch diese Backpackerzeit wieder eine prägende Erfahrung, welche ich jedem, besonders in Thailand, nur wärmstens empfehlen kann.

Kevin Trüby